Förderprogramme und Zuschüsse

So manche Gesundheitsmaßnahme ist kostengünstig oder sogar kostenfrei umsetzbar, aber: Betriebliche Gesundheit ist natürlich auch nicht völlig kostenlos zu haben. Gerade im Mittelstand stellt sich dann die Frage nach einer möglichen Finanzierung.

Das Ziel für Sie & Ihr Unternehmen: Ausgaben für das Betriebliche Gesundheitsmanagement senken.

BGM kostet bei der Einrichtung und Umsetzung Geld. Erfolgreiches BGM kann dieses Geld zwar locker wieder einsparen, es dauert aber bis die ersten Erfolge sichtbar in das Betriebsergebnis einfließen. Einige isolierte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sind zwar kostenlos oder sehr günstig, allerdings auch nicht nachhaltig erfolgsversprechend. Um die gesundheitsfördernde Veränderung jedoch nachhaltig im Betrieb zu verankern, muss zunächst Geld investiert werden! Damit Sie die Kostenfrage nicht gänzlich abschreckt, möchten wir Ihnen hier einige Fördermöglichkeiten vorstellen:

Steuereinsparungen

Aufwendungen für die berufliche Weiterbildung können in der Regel steuerlich geltend gemacht werden. Bei Angestellten sind diese Aufwendungen als Werbungskosten und bei Selbstständigen als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Diese Möglichkeit steht Ihnen im Rahmen Ihres Lohnsteuerjahresausgleichs bzw. Ihrer Einkommenssteuererklärung zur Verfügung. Bitte lassen Sie sich dazu von Steuerfachleuten beraten, um Ihre individuellen Möglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen.

Eine Übersicht aktueller Finanzierungsmöglichkeiten:

Der Staat unterstützt Betriebe, die in die Gesundheit ihrer Beschäftigten investieren. Dazu zählen in erster Linie Steuereinsparungen: Unternehmen können immerhin 500,- Euro pro Arbeitnehmer und pro Jahr lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Hierunter fallen insbesondere Maßnahmen zu Bewegungsprogrammen, zu Ernährungsangeboten, zur Suchtprävention und zur Stressbewältigung (§ 20 und § 20a SGB V sowie EStG, § 3, Nr. 34). Damit sind Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung bis zu einem Freibetrag von 500,- Euro im Jahr je Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer zusätzlich zum Lohn/Gehalt steuerfrei.

Möchten Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer noch stärker bei der individuellen Gesundheit unterstützen, so kann beispielsweise für Maßnahmen, die nicht unter §§20, 20a SGB V fallen, die 44 EUR Freigrenze für Sachzuwendungen laut § 8 Abs. 2 EStG genutzt werden. Diese Aufwendungen sind steuer- und sozialversicherungsfrei, solange sie den Betrag von 44 EUR pro Mitarbeiter und Monat nicht überschreiten.

Weitere Informationen zur Steuerbefreiung können Arbeitgeber von einem Steuerberater oder dem Finanzamt erhalten.

WEITERE INFORMATIONEN

Klein – und mittelständische Unternehmen, oft kurz KMU genannt, können für unsere Beratungen i.d.R. eine Förderung in Anspruch nehmen. Hintergrund ist, dass die Öffentliche Hand den Mittelstand stärken möchte und daher verschiedene Förderprogramme aufgelegt hat. Der gezahlte Zuschuss kann sich auf bis zu 80% belaufen. Wir sind für diese Förderprogramme akkreditiert, und wir arbeiten mit verschiedenen Krankenkassen zusammen, die  u.U. in eine Förderung einsteigen. Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Auswahl einer Förderung und bei der Beantragung – sprechen Sie uns gerne an.

Das Programm unternehmensWert:Mensch (uWM) hat zum Ziel, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Gestaltung einer mitarbeiterorientierten und zukunftsgerechten Personalpolitik unter Einbeziehung ihrer Beschäftigten zu unterstützen. Damit soll eine Unternehmenskultur etabliert werden, die zur motivierenden, leistungsförderlichen und alternsgerechten Gestaltung der Arbeits- und Produktionsbedingungen wie auch zur Fachkräftesicherung beiträgt.

Welche Unternehmen werden gefördert?

  • Sitz und Arbeitsstätte in Deutschland
  • Jahresumsatz geringer als 50 Mio. EUR oder Jahresbilanzsumme geringer als 43 Mio. EUR
  • weniger als 250 Beschäftigte*
  • mind. eine/n sozialversicherungspflichtige/n Beschäftigte/n in Vollzeit
  • mind. zweijähriges Bestehen des Unternehmens

Wie hoch ist die Förderung?

Unternehmen mit:

  • < 10 Beschäftigten bis zu 80% Zuschuss
  • 10 bis 249 Beschäftigten bis zu 50% Zuschuss
  • Die Restkosten tragen die Unternehmen selbst

* In Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sind nur Förderungen für Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern möglich.

WEITERE INFORMATIONEN

Krankenkassen bieten ihre Unterstützung in Sachen BGM sehr kostengünstig und sehr kompetent an.

Eine Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen ist es, Leistungen der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Unternehmen zu erbringen (§ 20b SGB V). Krankenkassen stehen finanzielle Mittel zur Verfügung, um Bausteine des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu finanzieren. In Zusammenarbeit mit den Betrieben werden bedarfsorientiert passende Maßnahmen der Gesundheitsförderung ermittelt, umgesetzt und evaluiert.

Diese Form der BGM-Umsetzung bringt zwei erhebliche Vorteile mit sich:

  1. Die anfallenden Kosten für die Einrichtung und Umsetzung des BGM werden stark gesenkt

  2. Betriebe werden kompetent von erfahrenen und qualitätsgesicherten BeraterInnen betreut.

WEITERE INFORMATIONEN

ZIELGRUPPE:
Erwerbstätige, Angestellte und Selbständige mit Berufsabschluss und/oder mehrjähriger Berufserfahrung können diese Fördermöglichkeit in Anspruch nehmen.

FÖRDERUNG:
Lehrgangsgebühren als zinsgünstiges Darlehen zzgl. eines Zuschusses von 40 % der Lehrgangsgebühren. Unter bestimmten Voraussetzungen können Existenzgründer einen erhöhten Zuschuss erhalten.

Infos zum Aufstiegs-BAföG unter www.aufstiegs-bafoeg.info

ZIELGRUPPE:
Erwerbstätige, Angestellte, Selbstständige, Altersrentner und Pensionäre, die durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 Euro (bzw. 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt, können pro Kalenderjahr einen Prämiengutschein für die Weiterbildung erhalten. Beschäftigte im Mutterschutz, Elternzeit oder Pflegezeit, können ebenfalls einen Prämiengutschein erhalten.

FÖRDERUNG:
Es werden 50 % der Lehrgangsgebühren bis zu maximal 500,- EUR übernommen, wenn mindestens die gleiche Summe auch von der beantragenden Person investiert wird.

Weiterbildungen im Ausland sind nicht förderfähig.

Infos zu Bildungsprämie unter www.bildungspraemie.info oder kostenfrei über die Servicehotline 0800 26 23 000

 

Zur Förderung von beruflicher Weiterbildung stehen auch regionale Förderprogramme zur Verfügung. Diese Förderprogramme sind in der Regel auf Unternehmen und/oder Einzelpersonen, die in den jeweiligen Bundesländern wohnen bzw. arbeiten, beschränkt.

ZIELGRUPPE:
Angestellte und/oder Selbständige sowie Unternehmen (je nach Bundesland unterschiedlich).

Brandenburg 
Bildungsscheck (www.ilb.de)

  • bis zu 70% der Lehrgangsgebühren

Bremen
Bremer Weiterbildungsscheck (www.bremen.de

  • individuell: 500,- EUR Festbetrag der Förderung
  • betrieblich: 50% der Lehrgangskosten, maximal 500,- EUR pro Scheck (4-10 Schecks maximal)

Hamburg
Weiterbildungsbonus (www.weiterbildungsbonus.net)

  • zielgruppenabhängig von 50% bis zu 75% der Lehrgangskosten
  • bis zu maximal 1.125,- EUR pro Person.

Hessen
Qualifizierungsscheck (www.proabschluss.de)

  • 50% der Lehrgangskosten, bis zu maximal 4.000,- EUR

Mecklenburg-Vorpommern
Bildungsschecks für Unternehmen (www.gsa-schwerin.de)

  • bis zu 50% der Lehrgangskosten
  • bis zu maximal 3.000,- EUR

Nordrhein-Westfalen
Bildungsscheck, individuell und betrieblich (www.bildungsscheck.nrw.de)

  • individuell: 50% der Lehrgangskosten bis zu maximal 500,- EUR alle zwei Jahre
  • betrieblich: 50% der Lehrgangskosten bis zu maximal 500,- EUR pro Bildungsscheck, maximal 10 Schecks innerhalb von zwei Jahren

Niedersachsen
www.nbank.de 

  • bis zu 50% mindestens 1.000,- EUR

Rheinland-Pfalz
Qualischeck (www.qualischeck.rlp.de)

  • 50% der Lehrgangskosten
  • bis zu maximal 500,- EUR pro Kalenderjahr

Saarland
KdW (www.saarland.de/136312.htm)

  • Zuschuss auf Weiterbildungsmaßnahmen, bis zu 50% (maximal 2.000,- EUR) für KMU

Sachsen
Weiterbildungsscheck, individuell und betrieblich (www.sab.sachsen.de

  • individuell: 50-80% der Lehrgangskosten je nach Gehalt
  • betrieblich: 50-70% der Lehrgangskosten ab 1.000,- EUR

Sachsen-Anhalt
Weiterbildung Direkt (www.direkt-weiterbilden.de)

  • bis zu 60 – 90% der Lehrgangskosten ab 1.000,- EUR

Schleswig-Holstein
Weiterbildungsbonus (www.weiterbildungsbonus.schleswig-holstein.de)

  • bis zu 50 % der Lehrgangskosten
  • bis maximal 2.000,- EUR

Thüringen
Weiterbildungsscheck (www.gfaw-thueringen.de)

  • Festbetrag der Förderung von 1000,- EUR alle zwei Jahre

Ihre Lehrgangsdaten auf einem Blick

Eine Übersicht beider Lehrgänge mit Dauer, Kosten, Zertifizierung, Abschluss sowie Fördermöglichkeiten können Sie hier downloaden.

Ihre persönliche Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Ausbildung: mail@bgm-ausbildung.de
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